Bei jedem Ahnenforscher gibt es immer wieder so genannte „Totpunkte“.

Auf dieser Seite werden einige meiner Problemfälle kurz und abwechselnd dargestellt (also immer mal wieder reinschauen), in der Hoffnung, dass es ja doch einmal unerwartete Hilfe geben kann.

 

Sachstand1:

Meine Ahnen mütterlicherseits, ANSPERGER, stammen offensichtlich aus dem bayerischen-österreichischen Dialektraum! Dort finden sich Einträge bis ca./um 1600.

Warum und wann auch auch immer, sind sie nach Polen gesiedelt. Dort kann ich sie von 1812 bis heute zurück verfolgen (siehe auch unter ANSPERGER).

Leider ist es bisher nicht gelungen, eine Verbindung von meinen Vorfahren aus Polen zu den aus dem bayerischen-österreichischen Dialektraum herzustellen!

Der letzte Eintrag aus Polen, der mich vermutlich etwas weiter bringen könnte, ist folgender:


Anlässlich einer Hochzeit 1830 in Belchatow/Grocholice wird vom polnischen Pfarrer (römisch-katholisch) als Geburtsort des Bräutigams (Dawid Josef ANSPERGER,*um Anfang 1811) Ostrowiec in Preussen genannt.
In Polen gibt es über 10 x den Ort Ostrowiec. Welche Gegend könnte er mit Preussen gemeint haben?
Die Eltern des Bräutigams sind offensichtlich Ende 1811 von Ostrowiec (Preussen) nach Belchatow gesiedelt.

Alle bisherigen Anfragen in polnischen Archiven verliefen negativ!

Wer hat eine Idee, oder hat die Namen ANSPERGER, ZYGMOND, OSTULSKI und JANUSZ in seiner AL und könnte mir weiter helfen?

Für jeden Hinweis wäre ich dankbar!


 

Sachstand 2:

Der leibliche Vater meiner Frau, Willi Paul Friedrich HOFRICHTER, wurde am 3. Juni 1917 in Zechelwitz / Steinau an der Oder (Standesamt Preichau Nr. 7/1917)  geboren. Er starb am 27. Oktober 1997 in Berlin-Schöneberg.

Nach bisher unbestätigten Informationen von bereits verstorbenen Personen soll Willi im Jahre 1917 von Carl Willi Paul HOFRICHTER und seiner Frau Katharina Maria Elisabeth PREISS adoptiert worden sein.
Erzählt wurde, dass die leibliche Mutter von Willi, nachdem sie erfahren hatte und davon ausgehen musste, dass ihr Mann nicht mehr aus dem Krieg (1.WK) zurück kommen würde und vermutlich gefallen war, von einem anderen Mann geschwängert wurde. Vor der Entbindung kam jedoch ihr Mann überraschend zurück. Sie trennte sich von dem Vater ihres werdenden Kindes und gab das nun nicht mehr gewollte Kind zur Adoption frei.
Von dieser Situation hat jemand aus dem Bekanntenkreis der Hofrichters (Verwandtschaft oder Freundschaft, soll in der Nähe der Allerstr. gewohnt haben) erfahren und soll es dem kinderlos gebliebenen Ehepaar Hofrichter erzählt haben, welche dann der Adoption zustimmten.

Belegbar ist diese Behauptung bislang noch nicht (diesbezügliche Nachforschungen dauern noch an), aber es sprechen einige Fakten dafür:
Zunächst der Geburtsort Zechelwitz/Steinau. Alle Hofrichters und auch die angeheirateten Frauen kommen zu den hier relevanten Zeiten aus Berlin und haben keinen bekannten Beziehungspunkt nach Schlesien.
Carl Willi Paul HOFRICHTER und Katharina Maria Elisabeth PREISS haben 1904 in Berlin geheiratet und blieben ca. 13 Jahre kinderlos, und sind dann, im auch für damaligen Verhältnissen „sehr“ hohem Alter von 36 und 37 Jahren, Eltern geworden.

Bisherige Bemühungen:

Informationen zufolge wurde mit dem Standesamt vor Ort (also Preichau?) telefoniert und angeblich mitgeteilt, dass man dort gar nichts aus der Vorkriegszeit hätte. Auch im Staatsarchiv in Breslau soll es nichts geben (!). Dort befinden sich zwar Unterlagen vom "Amtsgericht Steinau 1739-1936", die Akte ist sehr dünn und enthält nichts weiterführendes, auf keinen Fall Adoptionsakten, oder dergleichen.
Im kath. Diözesanarchiv Breslau haben sie für den Ort Preichau Kr. Wohlau (Przychowa) leider nur Einträge von 1617-1764/1765. Die späteren Kirchenbücher sind wohl verloren gegangen (?).
Bei einer Nachfrage meinerseits beim Standesamt I in Berlin teilte man mir mit, dass keine entsprechenden Personenstandsbücher und sonstige fortführenden Unterlagen vorhanden sind. (sie meinen sicherlich "nur" das StA Preichau?)

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