Der Name Köke aus etymologischer Sicht

 

 

Der Name KÖKE ist ein so genannter indirekter Berufsname (oder Berufsübername) d.h. der erste Namenträger wurde nach einer typischen Tätigkeit, einem Gegenstand oder dem hergestellten Produkt benannt.

Der Name ist abgeleitet von niederdeutsch koke, köke, käke = Küche und ist eine Bezeichnung für jemanden, der in der Küche arbeitet, einen Küchengehilfe oder Koch.

Er kann auch zu mittelniederdeutsch koke (westfälisch auch kauke) = Kuchen gehören, als Bezeichnung für einen Kuchenbäcker.

 

Der Entwicklung der deutschen Sprache zufolge stammt der Name KÖKE bereits aus dem Althochdeutschen, welche sich in den Jahren 500-1050 n. Chr. gebildet hatte.  Durch die althochdeutsche Lautverschiebung entstand eine abgegrenzte Sprache. So wurde z. B. aus germanischen Lauten  Doppellaute, aus k wurde ck, aus Köke wurde Küche.

Da im Niederdeutschen* diese Lautverschiebung nicht stattgefunden hat und die Laute beibehalten wurden.

Hochdeutsch: Wasser schlafen Küche

Niederdeutsch: Water slapen Köke 

ist davon auszugehen, dass der Name KÖKE auch tatsächlich im Niederdeutschen seine Wurzeln haben und aus dem norddeutschen Raum stammen dürfte. 

 *Als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (Nederdüütsch, Plattdüütsch) werden die in Norddeutschland verbreiteten Mundarten bezeichnet. Diese gehören zum Dialektkontinuum der kontinentalen westgermanischen Mundarten, zusammen mit den übrigen deutschen Mundarten und niederländischen Mundarten. Darüber hinaus weist die niederdeutsche Sprache Ähnlichkeiten mit dem Englischen und dem Friesischen auf.

 

Kartenbild:

Der Name Köke findet sich aktuell hauptsächlich im norddeutschen Raum, mit einem Schwerpunkt in der Gegend um Hildesheim, Holzminden, Wolfsburg, Hannover (falls jemand Interesse an der Detailkarte haben sollte, bitte ich um Kontaktaufnahme. Hier können Sie auch Informationen zur Verbreitung der Variante Koke und auch zur Kombinationskarte Koke/Köke erhalten).

 

Ich möchte es nicht unerwähnt lassen, dass es  einen See in der chinesischen Provinz Qinghai, dem alten Kukunorien*² gibt, der KÖKE genannt wurde.

Nach geschichtlichen Überlieferungen siedelten dort Mongolen der unterschiedlichsten Abstammungen an.

Rein theoretisch wäre es möglich, dass im Zuge der Mongolischen Eroberungszüge, welche ja bekanntermaßen bis nach Mittel-/Westeuropa führten (sie standen 1241 bei Liegnitz, nur ca. 160 km von Berlin entfernt - der Untergang des Abendlandes schien nahe!) und den anschließenden Rückzügen einige Bewohner dieser Gegend in Europa blieben und so den Namen KÖKE eingeführt haben könnten.

Wenn es so wäre, (um nicht missverstanden zu werden, für mich ist das eine Schmunzelanekdote und ich schließe den Wahrheitsgehalt aus) dann hätten die KÖKEs einen mongolischen Ursprung!!!

*² Kukunorien: Gebiet um den See Köke Nagur / Chöch Nuur, zu übersetzen als 'Blauer See'. In deutschen Atlanten als Kuku-Nor bezeichnet. Der chinesische Name lautet Qinghai Hu.

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